The Longines Column-Wheel Chronograph

Letztes Jahr stellte Longines eine Uhr vor, die mit einem exklusiven Automatik-Chronographenwerk ausgerüstet war: Die Steuerung der Kurzzeitmessungen erfolgte mit einem Säulenrad. Nun schuf Longines neue Modelle mit diesem ausserordentlichen Kaliber, das einen ungewöhnlichen Bedienungskomfort bietet. Im Auftrag und finanziert von Longines wurde die Entwicklung dieses neuartigen Werks der Firma ETA anvertraut. Diese Zeitmesser werden The Longines Column-Wheel Chronograph genannt: Sie bringen die von Longines im Lauf der Geschichte entwickelten Instrumente zur Kurzzeitmessung erneut ins Bewusstsein.

Von Alexandre Smith . Veröffentlicht am März 21, 2010.
The Longines Column-Wheel Chronograph (L2.733.4.72)

Longines beauftragte die Firma ETA und finanzierte die Entwicklung dieses exklusiven Automatikwerks mit Säulenrad für Armbandchronographen. Das Kaliber erhielt die Referenznummer L688.2 und reiht sich konsequent in die zu Beginn des 21. Jahrhunderts eingeleitete Aufwertung der mechanischen Uhrenwelt ein. Zudem folgt diese Neuentwicklung dem stetig wandelnden Geschmack im Bereich der Zeitmesser wie auch der wachsenden Beliebtheit mechanischer Chronographen und der Faszination für traditionelle uhrmacherische Vorrichtungen. Säulenrad-Chronographen entsprechen genau diesen im Uhrenbereich wieder sehr wichtig gewordenen Trends. In der Linie der von Longines geschaffenen Instrumente zur Kurzzeitmessung verkörpert dieses Kaliber auf zeitgemässe und traditionsbewusste Weise die profunde Kompetenz des Hauses mit der geflügelten Sanduhr im Bereich der mechanischen Chronometrie.

Longines begann 1878 mit der Produktion von Instrumenten für die Kurzzeitmessung. Es handelte sich um den einfachen Chronographen von 20 Linien, die Referenz 20H mit Säulenrad zur Steuerung des Chronographenmechanismus. Die Chronographen, die das Haus mit der geflügelten Sanduhr nach diesem ersten Exkurs im Bereich der Kurzzeitmessung entwickelte, verwendeten fast alle dieses technische Konzept. Sowohl die Longines Kaliber für Taschenchronographen 19CH (1889), 19.73 (1897), 19.73N (1909), 19.73N rattrapante (1922), 18.72 (1929) und das spezifisch für die Sportzeitmessung bestimmte Kaliber von 24 Linien, als auch die Armbandchronographenwerke von Longines Kaliber 13.33Z (1913), das berühmte 13ZN (1946) oder auch das Kaliber 30CH (1947), sie alle verwendeten Säulenradsysteme zur Steuerung und Betätigung der Chronographenmechanismen, die je nach Kaliber andersartig waren. Diese Klasse von Zeitmessern bildet die Grundlage des historischen Engagements des Hauses Longines für die Kurzzeitmessung und die Welt des Sports. Der mechanische Chronograph mit Säulenrad ist eine traditionelle und für Longines charakteristische technische Vorrichtung. Die neuen, The Longines Column-Wheel Chronograph genannten Modelle führen diese uhrmacherische Tradition unter Einsatz modernster Technologien im 21. Jahrhundert weiter.

Mit 27 Rubinen versehen, ist das Uhrwerk L688.2 ein Automatikkaliber mit einem Durchmesser von 30 mm und einer Höhe von 7,90 mm. Das Säulenrad, mit dem es ausgerüstet ist, steuert die Funktionen des Chronographenmechanismus (Start, Stopp, Rückstellung auf Null). Dieses System und ganz besonders das von den ETA-Ingenieuren neu durchdachte Säulenrad bieten einen ganz aussergewöhnlichen Bedienungskomfort für einen mechanischen Chronographen; insbesondere sind Start, Stopp und Rückstellung auf Null äusserst weich. Um das Säulenrad aus gebläutem Stahl herum entsteht die starke Ästhetik des Uhrwerks als stilisierte Aktualisierung eines traditionellen technischen Systems. Abgesehen von seinem raffinierten Design, ist das Kaliber L688.2 eine gründlich durchdachte Konstruktion, die den Anforderungen der Kurzzeitmessung kompromisslos entspricht. Um diesem Hi-tech-Uhrwerk gerecht zu werden, entwickelte Longines damit mehrere neue Zeitmesser. Die Akzentuierung ihrer technischen Funktionen wurde mit der Neuauflage eleganter, traditioneller und sportlicher Designs kombiniert. Auf diese Weise wurden die Modelle von The Longines Column Wheel Chronograph zeitgemässe Uhren, die durchdrungen sind von einer grossen Tradition mechanischer Chronometrie.

The Longines Column-Wheel Chronograph

Ein zweiter Zeitmesser in der Linie The Longines Column-Wheel Chronograph gibt einer klassischen und raffinierten Ästhetik den Vorzug. Mit dem Kaliber L688.2 in einem Gehäuse aus Edelstahl oder Rotgold mit einem Durchmesser von 39 mm, zeigt dieser Chronograph die Zeit mittels rhodinierter Zeiger auf einem versilberten Zifferblatt an, das mit 13 Indexen versehen ist. Die mit einem braunen Alligatorleder ausgerüstete Uhr birgt auf diskrete Weise ein Werk, dessen Säulenrad dank einem Bodenglas aus Saphir sichtbar bleibt.