TISSOT- Seit über 150 Jahren am Puls der Zeit!

Wer hätte vor mehr als 150 Jahren gedacht, daß sich auch heute noch Tissot Uhren grösster Beliebtheit erfreuen?

Von Alexandre Smith . Veröffentlicht am März 21, 2010.

Als Charles Felicien Tissot 1853 begann in einer kleinen Werkstatt im Schweizer Jura Taschenuhren herzustellen, die zu Beginn noch aus eingekauften Fremdteilen hergestellt wurden, hatten weder er noch sein Sohn Charles-Emile eine Vorstellung wie erfolgreich sie werden würden. Charles-Emile übernahm die Vermarktung der Savonette-Taschenuhren, die merkwürdigerweise in seiner Heimat Schweiz keine grosse Anhängerschaft erzielen konnte, da die Schweizer sie als zu klobig empfanden. Im russischen Zarenreich dagegen fanden sie reissenden Absatz. Nicht nur in St.Peterburg am Zarenhof, sondern auch im Landesinneren, besonders bei den Offizieren der Armee waren die Uhren sehr beliebt.

Tissot uhren auf Baselworld

In den über zwanzig Jahren in denen Charles-Emile die Länge und Breite des Riesenreichs bereiste, wurden viele Sondermodelle der Savonette-Taschenuhr bestellt, wodurch die Marke Tissot schnell an Beliebtheit und Berühmtheit zulegte. Auch auf die andere Seite des Atlantik verschlug es den jungen Tissot, der nicht nur in Nordamerika, sondern auch in Lateinamerika Geschäftsverbindungen knüpfte.

1883 übernahm der Emkel von Charles Felicien die Manufaktur und setzte die Verkaufsreisen seines Vaters fort. Nach guter alter Tradition hiess auch er Charles Tissot, und mit Hilfe seines eigenen Sohnes Paul führten sie das Familienunternehmen weiter.

Seit die Manufaktur im Jahre 1915 auch Armbanduhren in ihr Sortiment aufnahm, konnten sie auch in ihrer Heimat Schweiz einen steten Kundenstamm aufbauen. Durch den Erfolg beflügelt, wurde die Manufaktur 1920 auf Eigenherstellung der Einzelteile umgestellt, und so wurden fortan alle Uhren komplett in Eigenregie hergestellt. Leider brachte die Weltwirtschaftskrise auch für die Uhrenmanufakturen schwere Zeiten, und um das Überleben der Manufaktur zu sichern schlossen sich 1929 Tissot und Omega zusammen. Fortan produzierten sie Präzisionszeitmesser als SSIH ( Societe Suisse pour l’Industrie Horlogere SA).

Einige Jahrzehnte später sorgte die Quarzkrise in den siebziger Jahren erneut für Umstrukturierungen, die auch Werksschliessungen beinhaltete. Auch die Herstellung eigener Uhrwerke wurde aufgegeben. Trotzdem hatte Tissot grosse Schwierigkeiten den Betrieb am Leben zu erhalten.

Nur der Zusammenschluss mit der ASUAG (Allgemeine Schweizerische Uhren AG) im Jahre 1983, zur heute weltweit berühmten Swatch Group, brachte die Rettung.

Tissot besticht damals wie heute mit exklusiven und innovativen Uhren, die in vielen verschiedenen Kollektionen für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Immer wieder kommen die Designer mit neuen, aussergewöhnlichen Materialien auf den Markt. Wie zum Beispiel in den achtziger und neunziger Jahren wo Gehäuse aus Holz oder auch Granit gefertigt wurden, die der Marke wieder einen grossen Aufschwung bescherte. Auch das Innenleben der Präzisionsuhren variiert mit einigen technischen Finessen. Die Uhren werden nicht nur mit Automatik oder Quarzwerk, sondern auch vereinzelt von Solarzellen angetrieben. Angefangen von den ersten Savonette-Taschenuhren, über die erste antimagnetische Uhr, bis zu den stylischen Gold und Platinuhren, Tissot hat sich über anderthalb Jahrhunderte auf dem Uhrenmarkt gehalten. Allen Schwierigkeiten zum Trotz haben die jeweils Verantwortlichen immer wieder die beste Möglichkeit zum Erhalt der Manufaktur gefunden. Und so lange der innovative Geist der Gründerzeit weiterlebt, so lange werden Menschen weltweit immer die genaue Zeit wissen.

Quelle: Tissot Ultimative Handluck bei Anytime